Arbeitslos

Diese Geräte hatten wirklich keine geruhsame Weihnachtszeit.  Umso beruhigender ist folgende Aussage des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos: „Der Stromverbrauch für die Beschneiung in den Skigebieten Parsenn/Gotschna und Jakobshorn machen zusammen 0.6 % des gesamten Energiekonsums der Landschaft Davos aus.“  – Das sind ja mal gute Nachrichten für Skifahrer, die sich gelegentlich Sorgen um den ökologischen Fussabdruck machen.

Künstlich

Kunst ist nicht immer einfach zu verstehen. Ausser natürlich, sie ist so zugänglich wie dieses Oeuvre an der Limmat in Zürich. Ein rotes Boot, auf Heck stehend mit Loch – einem Zwischenraum hindurchzuschauen gewissermassen. Vielleicht eine Reminiszenz an Christian Morgenstern? Bei Ihm gab es vor gut 100 Jahren ein ästhetisches Wiesel, welches man heute auch noch kennt.

Eintauchen

Dichter Nebel über London. LX316 taucht gerade in die Wolken ein, als der Pilot „We’re on automatic landing – all electronic devices have to be completely switched off!“ durchgibt. Für kurze Zeit kommt entspannte Hektik auf: Flight Attendants sammeln emsig letzte Becher ein, binden Vorhänge zurück und stellen sicher, dass alle Passagiere angegurtet sind. Vielflieger lassen sich davon aber nicht beunruhigen. Davon gibt auf diesem Morgenflug viele, und alle blättern weiter gelangweilt in der NZZ, Financial Times oder einer anderen Zeitung, für die man immer noch gerne ein Abonnement bezahlt.

Winterlust

Jahreszeiten sind eine feine Sache. Vorausgesetzt man hat ein warmes Zuhause und kann die klirrende Kälte stundenweise geniessen. Das klappt hier bei Sporz oberhalb der Lenzerheide hervorragend. In anderen Regionen sieht es freilich anders aus. In weniger wohlhabenden Teilen von Europa leiden in diesen Tagen viele Menschen am Kälteeinbruch.

Gebrauchsgegenstand

Die Gesangsbücher werden in der Antoniuskirche in Lantsch/Lenz noch fleissig genutzt. So wie die ganze Kirche, welche trotz kleiner Gemeinde weit besser gefüllt ist, als so manches Gotteshaus in der Stadt. An gewissen Feiertagen sitzen die Frauen und Männer in je einer Kirchenhälfte – um die alten Lieder auf romanisch und in wechselnden Tonlagen zu singen.

Vertrauensvoll

Erstklassiges Fleisch, hausgemachte Würste und Alpkäse zum Träumen. Das alles findet man in einem Hofladen oberhalb von Sur auf der Alp Flix. Aber es ist etwas anders, was das Kauferlebnis so speziell macht: Das Vertrauen in die Ehrlichkeit der Besucher. Ein offenes Regal voller Köstlichkeiten, eine Handliste für die Käufe ein ein paar Einzahlungsscheine. Schön dass es diese Art des Geschäftens immer noch gibt.

Handaufleger

Hinter diesem Bild steht kein Drama. Kein Gefangener, der Kontakt zu Aussenwelt sucht. Lediglich ein DJ, der vor dem Gemeindesaal an einer Geburtstagsfeier auflegt. Und durch die Glasscheibe ein gutes Motiv abgibt.

Schlussabfahrt

Eigentlich schade, dass man auf der letzten Abfahrt des Tages meist zu müde Beine hat, um den Moment so richtig zu geniessen. Es ist ja auch die gefährlichste Abfahrt des Tages: Die langjährigen Statistiken besagen, dass sich fast alle Verletzungen auf der letzten Fahrt des Tages ereignen. Was sich mit etwas Nachdenken aber leicht erklären lässt.

Reiselust

Endlich ist die geruhsame Ferienzeit zu Ende, und die Geschäftsreisenden können wieder der Reiselust frönen. Man sieht die glücklichen Gesichter allenthalben – auf den seltsamen Plakaten mit lachenden Performern allerdings häufiger, als auf den Gesichtern der Passagiere.

Anflug

Maisenknödel kann jeder. Viele Vogelfreunde fangen auch viel zu früh damit an – bevor Schnee liegt. Nicht so ein Nachbar.  Er hat eine Kokosnuss so umgebaut, dass die Vögel sich ihr Futter mit akrobatischen Anflügen verdienen müssen. There is no free Lunch – warum soll das nur für Menschen gelten?