Carschinahütte

Carschinahuette

Begonnen hat diese Tour als Firmenausflug mit guten Kollegen. An einem heissen Wochenende mit einem langen Aufstieg in praller Sonne. Mit dem Sonnenuntergang kommt die Hüttenromantik in Perfektion. Aussicht ohnegleichen, wunderbare Älpermakronen und Wein der nur hier schmeckt, dafür aber richtig gut. Und eine Aussicht, die es für kein Geld der Welt zu kaufen gibt. Was bleibt, ist ein Wochenende, an das wir noch lange denken werden.

Heimatfilm

Heimatfilm

Selber in den Bergen zu sein, ist weitaus schöner als es Heimatfilme zu vermitteln versuchen. Dieses Bild ist von der Alp Fops oberhalb Lenzerheide. Man gelangt über wunderbare Wald- und Alpwege mit dem Bike in anderthalb Stunden von der Lenzerheide in eine Bergwelt, von der 99.9% der Menschen nur träumen können. Und dazu gibt es einen Holundersirup für kein Geld. Eine Reise wert – kein Zweifel.

Toleranz

Schlitten

Toleranz ist eine Schweizer Tugend. Eine Komponente des Klebers, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Aber es gibt durchaus Themen, die polarisieren. SUV in der Stadt und Radfahrer in der Fussgängerzone. Beides passt nicht, und beides gibt es zuhauf. Wie geht man am besten damit um? Unaufgeregt und tolerant – solche Dinge kommen und gehen, und sind im grossen Kontext irrelevant.

Alphorn

Mit dem MG über Sur zur Alp Flix. Dort zwei, drei Stunden Fotospaziergang und mit dem Zug zurück nach Zürich für Znacht mit Eltern und Bruder im Garten.

Bergromantik pur – auf der Alp Flix ob Sur. Hier in den Bündner Bergen kann man immer wieder ganz unverhofft Brauchtum in zeitgenössisch korrekter Form antreffen. Wie zum Beispiel ein Alphornspiel von einem Musiker, dem man eher den Sound einer Harley zuordnen würde.

Durchsicht

Jugendsicht

Wie betrachten wir heutzutage die Welt? Das kommt natürlich ganz auf den Anlass an. In der Strassenbahn überhaupt nicht, dort starren alle nur gebannt auf das Handy. An einem schönen Abend am schönen Zürichsee ist das eine andere Sache. Hier erkennen auch Jugendliche die Schönheit des Augenblicks. Durch das Handy zwar – aber immerhin.

Al-Quds

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Eine Gruppe Knaben in der jerusalemer Altstadt, die im Winter fast menschenleer ist. Zumindest im Vergleich zur Touristensaison.

SOX

Sox

SOX steht für „Sarbanes-Oxley Act“, einem Regelwerk für die Berichterstattung von in den USA börsennotierten Unternehmen. SOX schafft Komplexität jenseits gängiger Vernunft – ausser für die Big Four audit firms. Denen beschert es Daseinsberechtigung. Was hat das nit diesem Bild zu tun? Nur ein Wortspiel. Und vielleicht auch, dass simple Gestaltung eingängiger ist.

Schneekanone

Schneekanone

Ohne Schneekanonen rechnen sich die vielen Millionen Investitionen in Lifte, Pisten und schwere Gerätschaften wohl nicht. Heuer wäre lange Wochen nicht an Skifahren zu denken gewesen, ohne die künstliche Beschneiung. Fluch oder Segen – da werden sich Skifahren und Umweltschützer wohl auch diesen Winter nicht einig werden. Hoffentlich gibt es ein paar skifahrende Umweltschützer, die das Dilemma lösen können.

Bobbycars

Bobbycar Parkplatz Parking Auto

Meine Vermutung: Durch diese Anordnung sind vier Bobby-Cars heftig überfordert.

VwV-StVO zu Zeichen 314.1 und 314.2 Parkraumbewirtschaftungszone: VwV zu Zeichen 314.1 und 314.2 Parkraumbewirtschaftungszone Das Zeichen ist dann anzuordnen, wenn in einem zusammenhängenden Bereich mehrerer Straßen ganz oder überwiegend das Parken nur mit Parkschein oder mit Parkscheibe zugelassen werden soll. Die Art des zulässigen Parkens ist durch Zusatzzeichen anzugeben. Innerhalb der Zone kann an einzelnen bestimmten Stellen das Halten oder Parken durch Zeichen 283 oder 286 verboten werden. Vgl. auch Nummer II zu den Zeichen 290.1 und 290.2; Randnummer 2. (Quelle)

Der Mann, der alles hat.

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Bei mir im Keller stapeln sich die Fässer. Ich bin weit über die Dorfgrenzen bekannt als der Mann, der alles hat. Kistenweise Oliven, Wein, Bartwichse, Senfkörner, Muscheln, Bier, Marzipan und Hirnklösschen, Lappen, Mäntel, was es auch sei – bei mir gibt es das zu kaufen.

Einmal betrat eine feine junge Dame meinen Laden, gerade um fünf Uhr, als ich schliessen wollte. Missmutig schob ich den Gedanken an eingesalzne Sardellen mit einem guten Gläschen Kochwein beiseite, der meinen Kopf die letzten Stunden seit der Mittagspause beherrscht hatte, und fegte die Knopfproben vom Tisch, die der Knopfhändler eben vorbeigebracht hatte. Die Dame hüstelte, als sie an der Kiste mit sibirischem Staub vorbeiging. Dabei drückten ihre zarten Finger ein himmelblaues Seidentuch ans gepuderte Näschen, sodass ich das Beben ihrer Nasenflügel nicht sehen konnte. Am Zeigefinger, sie hatte boss eine Hand, blätterte der grünschillernde Lack ab und sie humpelte. Holzbein, dachte ich, aber ein zweiter Blick liess mich dienstbeflissen unter die Theke greifen. Ich stellte die Dose mit Damenschuhen auf die staubige Holzplatte. Verwirrt stutzte sie, blickte die Dose an, hob die feingezupften Augenbrauen und schüttelte den Kopf. Sie brauche keine neuen Schuhe, ungleiche Absätze seien der letzte Schrei in Paris. „Der letzte Schrei“, sagte sie, und „Paris“. Eine echte Grossstädterin hatte den Weg in mein Dorf gefunden. Ich bekam gleich feuchte Hände vor Nervosität. Was, wenn sie etwas verlangte, das ich nicht im Sortiment hatte? Schon stellte ich mir die hämischen Blicke von Johann vor, dem Supermarktbesitzer, während ich das Schild von der Tür schraubte, das alles versprach. Die Dame hüstelte leise und melodisch. „Ein Fässchen Päpstchen hätt‘ ich gern.“ Erleichtert öffnete ich einen Holzdeckel, griff eine Handvoll Päpste heraus und schnürte sie fest zusammen. „Spargel dazu?“, fragte ich höflich. Vornehm begeistert nickte die Dame und bezahlte mit Knöpfen.