Kulturland

Nein, Kulturland wird nicht knapp. Zumindest nicht wo Giovanni Netzer mit seiner Truppe aktiv ist und das „Origen Festival Cultural“ gestaltet. Und es gibt noch mehr Kultur im Bündnerland. Oft auch in einem der gepflegten Hotels in den bekannten Ferienorten. Jederzeit ein Wochenende wert.

No, there’s no shortage of cultivated land. At least not where Giovanni Netzer is active with his team and organizes the „Origen Festival Cultural“. And there is even more culture in Graubünden. Often also in one of the well-kept hotels in the well-known holiday resorts. Worth a weekend at any time.

Goldrausch

Eigentlich macht es keinen Sinn, dass die Beschränkung von Zweitwohnungsbau in vielen Gemeinden nicht zu einer Verteuerung von Immobilien geführt hat. Vielleicht sind die Zeiten der Goldgräber einfach vorbei. Wer kann für ein mittelgrosses Ferienobjekt denn schon einen siebenstelligen Betrag bezahlen? Was geblieben ist, sind die goldenen Lärchen, die klare Luft und die Vorfreude auf den Winter.

It does not really make sense that the restriction of secondary housing has not led to an increase in the prices of real estate in many municipalities. Maybe the days of gold diggers are just over. Who can pay a seven-figure sum for a medium-sized holiday home? What remains are the golden larches, the clear air and the excitement of coming winter.

Saisoniers

Die effiziente Nutzung von Ressourcen ist ein Grundprinzip der Marktwirtschaft. Viele kluge Köpfe haben viele Bücher dazu geschrieben. Man kann das aber auch ganz einfach in den Bergen erleben: Im Sommer wird zweimal gemäht, um Heu für den Winter zu haben, im Herbst fressen die Kühe den Rest, und im Winter fährt die halbe Nation hier Ski. So einfach ist es eigentlich.

The efficient use of resources is a fundamental principle of the market economy. Many bright minds have written many books about it. But you can also experience it easily in the mountains: In summer, the grass is collected twice to feed the cattle during winter, in autumn the cows feed on the remains, and in winter half the nation is skiing here. It’s that simple.

Endorphinsynthese

Mehr Glücksgefühl geht nicht: Zeitig los und in der Morgenfrische die ersten 600 Höhenmeter machen. Dann ein Trail der so schön ist, dass man kaum zwischen Aussicht und Flow entscheiden kann. Oder eben beides geniesst. Immer wieder anhalten, die Bergluft tief einatmen und sich über die Gefährten wundern, die mal wieder einen Geschwindigkeitsrekord brechen wollen. Glückshormone sind scheue Gesellen, denen man behutsam begegnen sollte.

More happiness is not possible: Start early and make the first 600 meters of altitude in the morning light. At that time, trails are so beautiful, that you can hardly decide between view and flow. Well, enjoy both. Stop frequently, breathe in the mountain air and wonder about the riders who want to break another speed record. Happiness hormones are shy companions that should be treated with care.

Farbenspiel

Wir befinden uns auf 2’400 Metern auf dem Piz Scalottas. Leicht zugänglich mit dem Sessellift, aber auch auf mehreren schönen Wegen zu Fuss oder per Bike. Das ermöglicht beinahe jede Art von Tourismus, und jeder körperlichen Verfassung beste Aussicht die das Farbenspiel der Berge.

We are located at 2’400 meters on the Piz Scalottas. Easily accessible by chairlift, but also on several beautiful trails on foot or by bike. This allows for almost any kind of tourism, and every physical condition can have the best view of the colorful play of the mountains.

Zeitreise

Als sich Lantsch / Lenz zu einem wichtigen Porten-Ort entwickelte, war es attraktiv an der Durchgangsstrasse zu bauen, wovon die oftmals herrschaftlichen Häuser heute noch zu berichten wissen. Aber solche Dinge änderten sich im Laufe der letzten Jahrhunderte eben. Jahrhunderte immerhin – wie sieht es heute aus, wo in vielen Lebensbereichen von disruptive Änderungen gesprochen wird? Worauf baut man heute seine Zukunft?

When Lantsch / Lenz developed into an important transit village, it was attractive to build close to the road, which the often stately houses still tell us about today. But such things have changed over the last few centuries. Centuries after all – what does it look like today, where in many areas of life disruptive changes are ahead of us? What are we building our future on today?

Glasnost

Ein wunderbarer Durchblick auf Alp Fops (Lenzerheide). Offenheit und Transparenz – das bedeutet „Glasnost“ und wurde durch Gorbatschow vor gut 30 Jahren weltweit bekannt. Nun, hier oben gibt es sie noch, die Freiheit. Toct!

A wonderful view of Alp Fops (Lenzerheide). Openness and transparency – that’s what „Glasnost“ means and became known worldwide by Gorbachev about 30 years ago. Well, up here freedom still exist. Toct!

Zwischensaison

Die Zwischensaison in den Bergen hat zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn sie ist nur auf eine andere Art schön. Vorausgesetzt natürlich, man hat ein Auge für die Schönheit der Natur jenseits von Kalenderbildern. Liebhaber der Berge haben aber auch eine moralische Verantwortung, gelegentlich ein Wochenende ausserhalb der Hauptsaison in den Bergen zu verbringen: Es ist kaum möglich, moderne Hotelanlagen mit riesigem Wellnessbreich und einen Sternekoch zu bieten, wenn nur während sechs Monaten Gäste kommen.

Ansichtssache

Berge waren vor 200 Jahren vor allem furchteinflössend. Es brauchte die jungen Adeligen aus England, welche zum Ende des 18. Jahrhunderts damit begannen in die Schweiz zu reisen, und uns Schweizern die Augen für die schönen Seiten der Berge zu öffnen. Kurz darauf öffneten wir dafür Berggasthäuser, und so entwickelte sich der Tourismus, von dem heute ganze Kantone leben. Was ist wohl „the next big thing“, für welches zu sehen wir externe Hilfe brauchen?

Chillen

An einem sonnigen Wochenende herrscht in den Skigebieten viel Betrieb. Glücklicherweise, denn die gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur müssen ja irgendwie amortisiert werden. Nur sind die Lifte aber schon ab der Mittagszeit wenig frequentiert, die Restaurants umso mehr. Chillen statt Skifahren ist das Ziel der Gäste. Vielleicht sehen wir nach den Investitionen in Megalifte nun solche in Megarestaurants.