Endorphinsynthese

Mehr Glücksgefühl geht nicht: Zeitig los und in der Morgenfrische die ersten 600 Höhenmeter machen. Dann ein Trail der so schön ist, dass man kaum zwischen Aussicht und Flow entscheiden kann. Oder eben beides geniesst. Immer wieder anhalten, die Bergluft tief einatmen und sich über die Gefährten wundern, die mal wieder einen Geschwindigkeitsrekord brechen wollen. Glückshormone sind scheue Gesellen, denen man behutsam begegnen sollte.

More happiness is not possible: Start early and make the first 600 meters of altitude in the morning light. At that time, trails are so beautiful, that you can hardly decide between view and flow. Well, enjoy both. Stop frequently, breathe in the mountain air and wonder about the riders who want to break another speed record. Happiness hormones are shy companions that should be treated with care.

Farbenspiel

Wir befinden uns auf 2’400 Metern auf dem Piz Scalottas. Leicht zugänglich mit dem Sessellift, aber auch auf mehreren schönen Wegen zu Fuss oder per Bike. Das ermöglicht beinahe jede Art von Tourismus, und jeder körperlichen Verfassung beste Aussicht die das Farbenspiel der Berge.

We are located at 2’400 meters on the Piz Scalottas. Easily accessible by chairlift, but also on several beautiful trails on foot or by bike. This allows for almost any kind of tourism, and every physical condition can have the best view of the colorful play of the mountains.

Zeitreise

Als sich Lantsch / Lenz zu einem wichtigen Porten-Ort entwickelte, war es attraktiv an der Durchgangsstrasse zu bauen, wovon die oftmals herrschaftlichen Häuser heute noch zu berichten wissen. Aber solche Dinge änderten sich im Laufe der letzten Jahrhunderte eben. Jahrhunderte immerhin – wie sieht es heute aus, wo in vielen Lebensbereichen von disruptive Änderungen gesprochen wird? Worauf baut man heute seine Zukunft?

When Lantsch / Lenz developed into an important transit village, it was attractive to build close to the road, which the often stately houses still tell us about today. But such things have changed over the last few centuries. Centuries after all – what does it look like today, where in many areas of life disruptive changes are ahead of us? What are we building our future on today?

Glasnost

Ein wunderbarer Durchblick auf Alp Fops (Lenzerheide). Offenheit und Transparenz – das bedeutet „Glasnost“ und wurde durch Gorbatschow vor gut 30 Jahren weltweit bekannt. Nun, hier oben gibt es sie noch, die Freiheit. Toct!

A wonderful view of Alp Fops (Lenzerheide). Openness and transparency – that’s what „Glasnost“ means and became known worldwide by Gorbachev about 30 years ago. Well, up here freedom still exist. Toct!

Zwischensaison

Die Zwischensaison in den Bergen hat zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn sie ist nur auf eine andere Art schön. Vorausgesetzt natürlich, man hat ein Auge für die Schönheit der Natur jenseits von Kalenderbildern. Liebhaber der Berge haben aber auch eine moralische Verantwortung, gelegentlich ein Wochenende ausserhalb der Hauptsaison in den Bergen zu verbringen: Es ist kaum möglich, moderne Hotelanlagen mit riesigem Wellnessbreich und einen Sternekoch zu bieten, wenn nur während sechs Monaten Gäste kommen.

Ansichtssache

Berge waren vor 200 Jahren vor allem furchteinflössend. Es brauchte die jungen Adeligen aus England, welche zum Ende des 18. Jahrhunderts damit begannen in die Schweiz zu reisen, und uns Schweizern die Augen für die schönen Seiten der Berge zu öffnen. Kurz darauf öffneten wir dafür Berggasthäuser, und so entwickelte sich der Tourismus, von dem heute ganze Kantone leben. Was ist wohl „the next big thing“, für welches zu sehen wir externe Hilfe brauchen?

Chillen

An einem sonnigen Wochenende herrscht in den Skigebieten viel Betrieb. Glücklicherweise, denn die gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur müssen ja irgendwie amortisiert werden. Nur sind die Lifte aber schon ab der Mittagszeit wenig frequentiert, die Restaurants umso mehr. Chillen statt Skifahren ist das Ziel der Gäste. Vielleicht sehen wir nach den Investitionen in Megalifte nun solche in Megarestaurants.

Sperrgut

1842 steht auf diesem Schloss am Eingang zur Marienkirche in Lantsch / Lenz. Dieses Tor steht also schon viele Jahre hier. Es wurde von Meisterhand sorgfältig genietet; in einer Zeit als Arbeit billig und Material teuer war. Letzteres mangels metallurgischer Kenntnisse der Zeit sicher schlichter Natur. Und trotzdem steht das Tor hach 160 Jahren noch immer hier.  Den Auspuff unseres Autos hätten wir in dieser Zeit dreissigmal ersetzen müssen.

Arbeitslos

Diese Geräte hatten wirklich keine geruhsame Weihnachtszeit.  Umso beruhigender ist folgende Aussage des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos: „Der Stromverbrauch für die Beschneiung in den Skigebieten Parsenn/Gotschna und Jakobshorn machen zusammen 0.6 % des gesamten Energiekonsums der Landschaft Davos aus.“  – Das sind ja mal gute Nachrichten für Skifahrer, die sich gelegentlich Sorgen um den ökologischen Fussabdruck machen.

Winterlust

Jahreszeiten sind eine feine Sache. Vorausgesetzt man hat ein warmes Zuhause und kann die klirrende Kälte stundenweise geniessen. Das klappt hier bei Sporz oberhalb der Lenzerheide hervorragend. In anderen Regionen sieht es freilich anders aus. In weniger wohlhabenden Teilen von Europa leiden in diesen Tagen viele Menschen am Kälteeinbruch.