Endorphinsynthese

Mehr Glücksgefühl geht nicht: Zeitig los und in der Morgenfrische die ersten 600 Höhenmeter machen. Dann ein Trail der so schön ist, dass man kaum zwischen Aussicht und Flow entscheiden kann. Oder eben beides geniesst. Immer wieder anhalten, die Bergluft tief einatmen und sich über die Gefährten wundern, die mal wieder einen Geschwindigkeitsrekord brechen wollen. Glückshormone sind scheue Gesellen, denen man behutsam begegnen sollte.

More happiness is not possible: Start early and make the first 600 meters of altitude in the morning light. At that time, trails are so beautiful, that you can hardly decide between view and flow. Well, enjoy both. Stop frequently, breathe in the mountain air and wonder about the riders who want to break another speed record. Happiness hormones are shy companions that should be treated with care.

Farbenspiel

Wir befinden uns auf 2’400 Metern auf dem Piz Scalottas. Leicht zugänglich mit dem Sessellift, aber auch auf mehreren schönen Wegen zu Fuss oder per Bike. Das ermöglicht beinahe jede Art von Tourismus, und jeder körperlichen Verfassung beste Aussicht die das Farbenspiel der Berge.

We are located at 2’400 meters on the Piz Scalottas. Easily accessible by chairlift, but also on several beautiful trails on foot or by bike. This allows for almost any kind of tourism, and every physical condition can have the best view of the colorful play of the mountains.

Andenken

Beim Rothorn auf der Lenzerheide gibt es einen verlockenden Couloir – steil, eng und einen grossen Kick versprechend. Diese Plastikblumen stehen beim Einstieg und erinnern an ein vermutlich junges Leben, das hier ein frühes Ende fand. Für ein paar Minuten wandert man bedrückt weiter, doch schon bald hat die wunderbare Natur wieder unsere volle Aufmerksamkeit.

At the Rothorn on Lenzerheide there is a tempting couloir – steep, narrow and promising a big kick. These plastic flowers are standing at the entrance and remind us of a presumably young life, which came to an early end here. For a few minutes you will hike calmly, but soon the wonderful nature will have our full attention again.

Bikezirkus

Skigebiete brauchen neue Geschäftsmodelle, um die immer kürzer werdende Wintersaison zu kompensieren. Downhill Biking ist ein vielversprechender Ansatz. Budget Hotels werden gebaut, Pistenpläne durch Trackpläne ersetzt und die lokalen Ärzte beschaffen sich neue Röntgengeräte – hier bahnt sich etwas Grosses an.

Ski resorts need new business models to compensate for the ever shorter winter season. Downhill biking is a promising approach. Budget hotels are being built, piste maps are being replaced by track plans and the local doctors are getting new X-ray equipment – something big is in the pipeline.

Glasnost

Ein wunderbarer Durchblick auf Alp Fops (Lenzerheide). Offenheit und Transparenz – das bedeutet „Glasnost“ und wurde durch Gorbatschow vor gut 30 Jahren weltweit bekannt. Nun, hier oben gibt es sie noch, die Freiheit. Toct!

A wonderful view of Alp Fops (Lenzerheide). Openness and transparency – that’s what „Glasnost“ means and became known worldwide by Gorbachev about 30 years ago. Well, up here freedom still exist. Toct!

Berglust

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Wochenende erholsam zu gestalten. Natur und Bewegung funktioniert für die meisten Menschen besser als Stadt und Konsum. Möglichst mit guten Freunden – das steigert die Befriedigung weiter. Nur muss das alles etwas geplant werden. Wer am Freitagabend noch keinen Plan für das Wochenende hat, wird Momente wie diesen hier viel zu selten erleben.

There are many ways to make a weekend relaxing. For most people, nature and outdoor activities work better than city and shopping. If possible with good friends – this increases the satisfaction further. It just needs to be planned. If you don’t have a plan for the weekend on Friday evening, you will rarely experience moments like this one.

Bergluft

Bald ist es wieder soweit, dass solche Orte erwanderbar sind. Diese Aussicht gibt es von der Carschinahütte aus. Erreichbar auf mindestens drei Routen. Von zwei bis sechs Stunden ist für jede Kondition ein Weg im Angebot.

Zwischensaison

Die Zwischensaison in den Bergen hat zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn sie ist nur auf eine andere Art schön. Vorausgesetzt natürlich, man hat ein Auge für die Schönheit der Natur jenseits von Kalenderbildern. Liebhaber der Berge haben aber auch eine moralische Verantwortung, gelegentlich ein Wochenende ausserhalb der Hauptsaison in den Bergen zu verbringen: Es ist kaum möglich, moderne Hotelanlagen mit riesigem Wellnessbreich und einen Sternekoch zu bieten, wenn nur während sechs Monaten Gäste kommen.

Ansichtssache

Berge waren vor 200 Jahren vor allem furchteinflössend. Es brauchte die jungen Adeligen aus England, welche zum Ende des 18. Jahrhunderts damit begannen in die Schweiz zu reisen, und uns Schweizern die Augen für die schönen Seiten der Berge zu öffnen. Kurz darauf öffneten wir dafür Berggasthäuser, und so entwickelte sich der Tourismus, von dem heute ganze Kantone leben. Was ist wohl „the next big thing“, für welches zu sehen wir externe Hilfe brauchen?

Chillen

An einem sonnigen Wochenende herrscht in den Skigebieten viel Betrieb. Glücklicherweise, denn die gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur müssen ja irgendwie amortisiert werden. Nur sind die Lifte aber schon ab der Mittagszeit wenig frequentiert, die Restaurants umso mehr. Chillen statt Skifahren ist das Ziel der Gäste. Vielleicht sehen wir nach den Investitionen in Megalifte nun solche in Megarestaurants.