Ansichtssache

Berge waren vor 200 Jahren vor allem furchteinflössend. Es brauchte die jungen Adeligen aus England, welche zum Ende des 18. Jahrhunderts damit begannen in die Schweiz zu reisen, und uns Schweizern die Augen für die schönen Seiten der Berge zu öffnen. Kurz darauf öffneten wir dafür Berggasthäuser, und so entwickelte sich der Tourismus, von dem heute ganze Kantone leben. Was ist wohl „the next big thing“, für welches zu sehen wir externe Hilfe brauchen?

Chillen

An einem sonnigen Wochenende herrscht in den Skigebieten viel Betrieb. Glücklicherweise, denn die gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur müssen ja irgendwie amortisiert werden. Nur sind die Lifte aber schon ab der Mittagszeit wenig frequentiert, die Restaurants umso mehr. Chillen statt Skifahren ist das Ziel der Gäste. Vielleicht sehen wir nach den Investitionen in Megalifte nun solche in Megarestaurants.

Sperrgut

1842 steht auf diesem Schloss am Eingang zur Marienkirche in Lantsch / Lenz. Dieses Tor steht also schon viele Jahre hier. Es wurde von Meisterhand sorgfältig genietet; in einer Zeit als Arbeit billig und Material teuer war. Letzteres mangels metallurgischer Kenntnisse der Zeit sicher schlichter Natur. Und trotzdem steht das Tor hach 160 Jahren noch immer hier.  Den Auspuff unseres Autos hätten wir in dieser Zeit dreissigmal ersetzen müssen.

Arbeitslos

Diese Geräte hatten wirklich keine geruhsame Weihnachtszeit.  Umso beruhigender ist folgende Aussage des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos: „Der Stromverbrauch für die Beschneiung in den Skigebieten Parsenn/Gotschna und Jakobshorn machen zusammen 0.6 % des gesamten Energiekonsums der Landschaft Davos aus.“  – Das sind ja mal gute Nachrichten für Skifahrer, die sich gelegentlich Sorgen um den ökologischen Fussabdruck machen.

Winterlust

Jahreszeiten sind eine feine Sache. Vorausgesetzt man hat ein warmes Zuhause und kann die klirrende Kälte stundenweise geniessen. Das klappt hier bei Sporz oberhalb der Lenzerheide hervorragend. In anderen Regionen sieht es freilich anders aus. In weniger wohlhabenden Teilen von Europa leiden in diesen Tagen viele Menschen am Kälteeinbruch.

Vertrauensvoll

Erstklassiges Fleisch, hausgemachte Würste und Alpkäse zum Träumen. Das alles findet man in einem Hofladen oberhalb von Sur auf der Alp Flix. Aber es ist etwas anders, was das Kauferlebnis so speziell macht: Das Vertrauen in die Ehrlichkeit der Besucher. Ein offenes Regal voller Köstlichkeiten, eine Handliste für die Käufe ein ein paar Einzahlungsscheine. Schön dass es diese Art des Geschäftens immer noch gibt.

Schlussabfahrt

Eigentlich schade, dass man auf der letzten Abfahrt des Tages meist zu müde Beine hat, um den Moment so richtig zu geniessen. Es ist ja auch die gefährlichste Abfahrt des Tages: Die langjährigen Statistiken besagen, dass sich fast alle Verletzungen auf der letzten Fahrt des Tages ereignen. Was sich mit etwas Nachdenken aber leicht erklären lässt.

Skination

Auch dieser Winter meint es bisher nicht gut mit den Bergbahnen. Dank riesiger Investitionen ist es trotzdem möglich, auf erstaunlich guten Pisten Skifahren zu können. Mindestens so wichtig wie Schneekanonen, ist das aber auch, die Jungend auf die Skier zu bringen. Nur: Wie hält man bei steigenden Investitionen und rückläufiger Frequenzen die Preise familientauglich?

Weihnacht

weihnacht

Da Kreuz ist ein uraltes Symbol. In der christlichen Welt symbolisiert der vertikale Balken die Beziehung der Menschen zu Gott und der horizontale Balken die Beziehung der Menschen untereinander. Nicht erklärt wird der Giebel dieses Kreuzes nahe der Alp Scharmoin ob Lenzerheide. Es mag ein profaner Wetterschutz sein. Vielleicht aber auch ein Symbol, dass die Beziehung zwischen den Menschen eines besonderen Schutzes bedarf – das legen zumindest die Nachrichten der letzen Monate nahe.

Laudes

Laudes in Kirche St. Peter Mistail

Morgenlob in der Kirche St. Peter Mistail um 0500h. Die Stimmung ist einmalig und macht das frühe Aufstehen schnell vergessen. Wer von Thusis nach Tiefencastel unterwegs ist, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, dieses 1’200 Jahre alte Juwel zu besichtigen. Es ist zu jeder Tageszeit ein Erlebnis.