Andenken

Beim Rothorn auf der Lenzerheide gibt es einen verlockenden Couloir – steil, eng und einen grossen Kick versprechend. Diese Plastikblumen stehen beim Einstieg und erinnern wohl an ein vermutlich junges Leben, dass hier ein frühes Ende fand. Für ein paar Minuten wandert man bedrückt weiter, doch schon bald hat die wunderbare Natur wieder unsere volle Aufmerksamkeit.

Bikezirkus

Skigebiete brauchen neue Geschäftsmodelle, um die immer kürzer werdende Wintersaison zu kompensieren. Downhill Biking ist ein vielversprechender Ansatz. Budget Hotels werden gebaut, Pistenpläne durch Trackpläne ersetzt und die lokalen Ärzte beschaffen sich neue Röntgengeräte – hier bahnt sich etwas Grosses an.

Glasnost

Ein wunderbarer Durchblick auf Alp Fops (Lenzerheide). Offenheit und Transparenz – das bedeutet „Glasnost“ und wurde durch Gorbatschow vor gut 30 Jahren weltweit bekannt. Nun, hier oben gibt es sie noch, die Freiheit. Toct!

Berglust

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Wochenende erholsam zu gestalten. Natur und Bewegung funktioniert für die meisten Menschen besser als Stadt und Konsum. Möglichst mit guten Freunden – das steigert die Befriedigung weiter. Nur muss das alles etwas geplant werden. Wer am Freitagabend noch keinen Plan für das Wochenende hat, wird Momente wie diesen hier viel zu selten erleben.

Bergluft

Bald ist es wieder soweit, dass solche Orte erwanderbar sind. Diese Aussicht gibt es von der Carschinahütte aus. Erreichbar auf mindestens drei Routen. Von zwei bis sechs Stunden ist für jede Kondition ein Weg im Angebot.

Zwischensaison

Die Zwischensaison in den Bergen hat zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn sie ist nur auf eine andere Art schön. Vorausgesetzt natürlich, man hat ein Auge für die Schönheit der Natur jenseits von Kalenderbildern. Liebhaber der Berge haben aber auch eine moralische Verantwortung, gelegentlich ein Wochenende ausserhalb der Hauptsaison in den Bergen zu verbringen: Es ist kaum möglich, moderne Hotelanlagen mit riesigem Wellnessbreich und einen Sternekoch zu bieten, wenn nur während sechs Monaten Gäste kommen.

Ansichtssache

Berge waren vor 200 Jahren vor allem furchteinflössend. Es brauchte die jungen Adeligen aus England, welche zum Ende des 18. Jahrhunderts damit begannen in die Schweiz zu reisen, und uns Schweizern die Augen für die schönen Seiten der Berge zu öffnen. Kurz darauf öffneten wir dafür Berggasthäuser, und so entwickelte sich der Tourismus, von dem heute ganze Kantone leben. Was ist wohl „the next big thing“, für welches zu sehen wir externe Hilfe brauchen?

Chillen

An einem sonnigen Wochenende herrscht in den Skigebieten viel Betrieb. Glücklicherweise, denn die gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur müssen ja irgendwie amortisiert werden. Nur sind die Lifte aber schon ab der Mittagszeit wenig frequentiert, die Restaurants umso mehr. Chillen statt Skifahren ist das Ziel der Gäste. Vielleicht sehen wir nach den Investitionen in Megalifte nun solche in Megarestaurants.

Sperrgut

1842 steht auf diesem Schloss am Eingang zur Marienkirche in Lantsch / Lenz. Dieses Tor steht also schon viele Jahre hier. Es wurde von Meisterhand sorgfältig genietet; in einer Zeit als Arbeit billig und Material teuer war. Letzteres mangels metallurgischer Kenntnisse der Zeit sicher schlichter Natur. Und trotzdem steht das Tor hach 160 Jahren noch immer hier.  Den Auspuff unseres Autos hätten wir in dieser Zeit dreissigmal ersetzen müssen.

Arbeitslos

Diese Geräte hatten wirklich keine geruhsame Weihnachtszeit.  Umso beruhigender ist folgende Aussage des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos: „Der Stromverbrauch für die Beschneiung in den Skigebieten Parsenn/Gotschna und Jakobshorn machen zusammen 0.6 % des gesamten Energiekonsums der Landschaft Davos aus.“  – Das sind ja mal gute Nachrichten für Skifahrer, die sich gelegentlich Sorgen um den ökologischen Fussabdruck machen.