Imobilienblase

Gepflegtes Wohnen unterscheidet sich stark von Land zu Land. Während man bei uns für viel Geld wenigstens viel Substanz bekommt, werden in England die Fensterrahmen noch immer nur von den vielen Schichten weisser Farbe zusammengehalten. Im Grossraum London wären Zürcher Preise geradezu ein Schnäppchen – zumindest komfortbereinigt. So pendelt der arme Salaryman jeden Morgen und jeden Abend weit über eine Stunde, um seiner Familie ein schönes Heim zu ermöglichen.

Zeitreise

Als sich Lantsch / Lenz zu einem wichtigen Porten-Ort entwickelte, war es attraktiv an der Durchgangsstrasse zu bauen, wovon die oftmals herrschaftlichen Häuser heute noch zu berichten wissen. Aber solche Dinge änderten sich im Laufe der letzten Jahrhunderte eben. Jahrhunderte immerhin – wie sieht es heute aus, wo in vielen Lebensbereichen von disruptive Änderungen gesprochen wird? Worauf baut man heute seine Zukunft?

Andenken

Beim Rothorn auf der Lenzerheide gibt es einen verlockenden Couloir – steil, eng und einen grossen Kick versprechend. Diese Plastikblumen stehen beim Einstieg und erinnern wohl an ein vermutlich junges Leben, dass hier ein frühes Ende fand. Für ein paar Minuten wandert man bedrückt weiter, doch schon bald hat die wunderbare Natur wieder unsere volle Aufmerksamkeit.

Schwarmintelligenz

Es ist eben nicht so, dass Sonnenblumen stets in die Sonne schauen. Wenn der Sonnenuntergang naht, wenden sie sich von  Westen ab, und drehen sich allesamt in Vorbereitung auf den nächsten Sonnenaufgang gegen Osten. Laut aufwendiger Forschung werden sie dadurch auch viel häufiger von Bienen bestäubt. Ganz schön clever die Pflanzen – sind sich die Vegetarier dem eigentlich bewusst, wenn sie achtlos Grünzeug futtern?

Statussymbol

Es gibt sie durchaus, die sympathischen Statussymbole. Es braucht nicht immer ein SUV vor dem Sternelokal um glücklich zu sein. Auch ein gepflegter Kleinwagen vor dem Indischen Lokal gleich um die Ecke macht viel Freude – ohne dabei auffällig zu sein. Ausser vielleicht wenn die ganze Szenerie so stimmig ist, wie auf diesem Spaziergang in Windsor.

Portfolio

Wirkt eine Fotografie nicht gleich ganz anders, wenn sie auf passendem Papier von Hand vergrössert wurde? Seit jedes Smartphone eine brauchbare Kamera hat, werden täglich hunderte von Millionen Bilder aufgenommen und mit der Welt geteilt. Flickr und andere Plattformen sind voll von Mittelmass – eben weil es bei so vielen Bildern kaum mehr möglich ist, sich an den rechten Rand der Glockenkurve zu bringen. Mit einem gepflegten Portfolio ist das immer noch möglich. Und die bewusste Beschränkung auf wenige Bilder freut jeden Gast.

Zeitgeist

Die Fabrikantenvilla von damals unterscheidet sich ganz offensichtlich von der Banker-Attikawohnung dieser Tage. Das ist ja auch gut so. Jede Zeit hat ihren Geist und alte Häuser sind eine wunderbare Gelegenheit, eine Zeitreise zu machen, und diesen Geist längst vergangener Wertvorstellungen zu erleben. Oft gar mit der damaligen Geruchskulisse, welche bei manchem Erinnerungen an ein Schulzimmer der Kindheit weckt.

Aufstiegschancen

Wer nicht eine Regenbogenkarriere sucht – Höhepunkt in der Mitte des Berufsleben, dann langsamer Rückbau – muss laufend am Aufstieg arbeiten: Sichtbarkeit im richtigen Moment, geschliffene Präsentationen, laufende Weiterentwicklung der Fähigkeiten und natürlich auch Resultate zu bringen, das ist alles wichtig. Letzteres nicht nur für das Individuum, sondern für die ganze Wirtschaft in diesem Land.

Bikezirkus

Skigebiete brauchen neue Geschäftsmodelle, um die immer kürzer werdende Wintersaison zu kompensieren. Downhill Biking ist ein vielversprechender Ansatz. Budget Hotels werden gebaut, Pistenpläne durch Trackpläne ersetzt und die lokalen Ärzte beschaffen sich neue Röntgengeräte – hier bahnt sich etwas Grosses an.

Glasnost

Ein wunderbarer Durchblick auf Alp Fops (Lenzerheide). Offenheit und Transparenz – das bedeutet „Glasnost“ und wurde durch Gorbatschow vor gut 30 Jahren weltweit bekannt. Nun, hier oben gibt es sie noch, die Freiheit. Toct!